Wozu Modelle gut sind

Seit längerer Zeit beschäftigt mich die Frage „Wie werde ich ein besserer Lehrer und Schulleiter?“ In Fachbüchern gibt es eine Menge Hinweise darauf, welche Eigenschaften/Fähigkeiten von guten Bildungsspezialisten erwartet wird. Diese Ansatzpunkte sind zwar spannend, bringen aber die Antwort bei Weitem nicht auf den Punkt. Es fehlt  eine ganzheitliche Betrachtungsweise.

Oft handeln wir aus dem Bauch heraus. Wir haben im Verlauf unseres Lebens viele Erfahrungen gemacht und haben gelernt auf immer wiederkehrende Situationen zu reagieren. Wenn wir an neue Situationen geraten, sind wir zunächst verunsichert, beginnen dann aber nachzudenken und eine Lösung für das bestehende Problem zu kreieren. Wir ziehen dabei unsere gemachten Erfahrungen zur Rate, vergleichen sie mit der vorhandenen Herausforderung und wägen die Chancen und Gefahren gegeneinander ab.

Dies ist ein sehr aufwändiger und unsicherer Prozess. Er beruht auf Vermutungen und auf historische Reaktionen. Es werden dabei „Rezepte“ gewählt, welche in der Vergangenheit erfolgreich waren und vielleicht auch in dieser Situation klappen könnten. Dabei wird jedoch die Gesamtheit aus den Augen verloren und der ganze Reaktionsprozess beruht auf die eigene Geschichte.

Es braucht deshalb eine professionelle Vorgehensweise. Genau hier kommen die bestehende Modelle zum Zug. Sie werden wie eine Folie über die Task gelegt und damit gezielt bearbeitet.. Somit hat man einen klaren Ablauf und erhält „objektivere“ Resultate“.

Die Modelle helfen, die Komplexität zu reduzieren, in dem man sich auf das Wesentliche konzentriert und das Vorgehen gezielt plant. Sie sind vereinfachend und erfassen nicht alle Aspekte der Wirklichkeit, sondern nur jene Teile, die relevant erscheinen. Sie orientieren sich dabei am Nützlichen und fassen komplexe Zusammenhänge zusammen. Visuell erklären sie mit Bildern, was nur schwer mit Worten zu beschreiben ist. Dabei räumen sie auf und strukturieren die Situation.

Modelle geben keine Antworten. Sie visualisieren das Problem und stellen die richtigen Fragen. Während der Arbeit mit den Modellen verschärft sich jedoch das Verständnis, was wiederum dem Lösungsprozess entgegenkommt.

Mit Modellen im Hinterkopf lässt sich effiziente und zielgerichtet arbeiten. Ob es um private Entscheidungen, berufliche Prozesse, Strategien oder Zielfindungen geht – Modelle helfen dabei, den Kern nicht aus den Augen zu verlieren.

Im Buch „50 Erfolgsmodelle – Kleines Handbuch für strategische Entscheidungen“ laden die Autoren dazu ein, sich einen Einblick in diese Thematik zu verschaffen. Die vorgestellten Modelle sind visuell und übersichtlich gestaltet und motivieren zum Ausprobieren.

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